tau rot

Herzlich Willkommen zum virtuellen Franziskusweg! Sie können über diese Webseite oder unser App, die für Android- und iOS-Geräte veröffentlicht wurde, den Franziskusweg erleben. Vor Ort können Sie mit der App außerdem QR-Codes einscannen, um die Texte zur jeweiligen Station anzuzeigen und die Audiodateien abzuspielen.

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Hören Sie sich hier unsere Aufnahmen an und lesen Sie darunter den dazugehörigen Begleittext:

Ich möchte Sie nun einladen, den Weg in der Kapelle abzuschließen. Hier bündeln sich noch einmal verschiedene Erfahrungen, Gedanken und Symbole des Weges. Grundriss der Kapelle ist das Tau, das Segenszeichen des heiligen Franziskus. Daraus ergibt sich eine Zweiteilung in einen Ruhebereich für die Wanderer und einen Andachtsraum. Dieser gibt Schutz und Geborgenheit, aber ist auch offen – so wie wir uns Kirche vorstellen, offen zur Welt und offen für die Welt. Auf der linken Seite die grüne, lebende Weidenwand, die im Laufe des Jahres ihr Gesicht verändert, so wie auch Kirche sich ändern muss. Jedoch die Wurzeln bleiben die gleichen, bei der Weide wie in unserem Glauben. Das gesamte Baumaterial entstammt der Rhön: Basalt, Sandstein und Eichenstämme aus der Ernte des Waldes. Farbenfroh und durchbrochen vom Licht, das Tau aus Glas. Es spiegelt die einzelnen Stationen des Sonnengesanges wider: blau für Schwester Wasser, grün für Mutter Erde, das Gelb in der Mitte für die Schwester Sonne, das österliche Licht. Das dreimalige Rot steht für die göttliche Dreifaltigkeit. Dabei sind alle Ornamente der Ellipse entnommen, dem Zeichen für Unendlichkeit und Vollkommenheit. Und wo zwei Ellipsen sich schneiden, erscheint das Bild eines Fisches, das Erkennungszeichen der Urchristen. Im Mittelpunkt des Andachtsraumes befindet sich ein kleiner Altar, der sich auch zu einem Gebet, einer Andacht oder einer Eucharistiefeier eignet. Wenn man vom Eingang der Kapelle genau hinschaut, erkennt man in gebückter Haltung sitzend einen nachdenkenden Menschen, einen Ruhebedürftigen, als Einladung für alle Menschen, für die Aufrechtstehenden und für die Gebeugten. Er will sagen: So wie du bist, so wie du hier eintrittst, bist du willkommen. Gott liebt dich. Das Areal des Weges und der Kapelle gehörte bis 1945 zu Thüringen, das 50 Jahre lang durch den Eisernen Vorhang abgetrennt war. Deshalb befinden sich zur Erinnerung, Mahnung und auch aus Dankbarkeit außerhalb der Kapelle Originalteile des Grenzzaunes, dargestellt als fallender Zaun.

Hier finden Sie weitere Informationen über die Rhön und die Diözese Würzburg:

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